Wanderung Drachenschlucht

Eine Märchenlandschaft im Thüringer Wald findet man in der Drachenschlucht

Ich bin ein paar Tage in Eisenach und möchte unbedingt durch die Drachenschlucht wandern, denn die Natur mit ihren pompösen Felsen in diesem Teil des Thüringer Waldes haben es mir angetan. Ein Blick auf meinen Wanderroutenplaner zeigt mir, dass es wie immer verschiedene Möglichkeiten als Startpunkt gibt. Mit dem Bus kommt man zum Parkplatz am Königstein, Mariental. Ich laufe aber gern, und da mein Hotel in Eisenach beim Schlossberg ist, fange ich dort an, mache eine kleine Außenrunde auf dem Lutherweg links um die Wartburg herum, und plane dann seitlich auf den Rundweg zu stoßen. Unterwegs treffe ich aber ein älteres Ehepaar, die mir den Tipp geben, vom Lutherweg auf den Pummpälzweg abzuzweigen und bis hoch oben auf den Kamm zur Sängerwiese zu laufen, da man von dort teilweise einen schönen Blick hat. Das stimmt auch.

Und es folgt noch ein Highlight, dass ich nicht entdeckt hätte, wäre ich die normale Wanderroute Drachenschlucht ohne Umweg gegangen. Mein weiterer Weg führt mich hinunter durch die Elfengrotte, die ein märchenhafter stiller Ort ist. Es geht weiter vorbei an den Knöpfelsteichen, bis ich endlich an der großartigen Stelle der Drachenschlucht lande!

Und da war sie dann endlich: die Drachenschlucht! Schon nach wenigen Schritten tauche ich in eine moosige, von Felswänden geprägte und fast unwirklich märchenhafte Natur ein. Ein wunderschön skurilles Phänomen ist der Abschnitt relativ am Anfang des Wanderweges, wo auf knapp 200m die mit Moos und Farnen bewachsenen Felswände so eng stehen, dass gerade mal ein Mensch hindurch passt. Zusätzlich läuft man dabei über ein zwischen die Felswände installiertes Metallgitter, unter dem ein kleiner Bach plätschert. Die Szenerie könnte auch in Filmen wie “Der Herr der Ringe” passen. Der Rundwanderweg führt insgesamt 3 km durch die schöne Schlucht.

Nach der Drachenschlucht landet man an der Bauruine des ehemaligen Jagdschloss “Hohe Sonne”, wo es Holztische und Bänke für eine Pause gibt. Ein paar Meter weiter an der Straße fahren Busse zurück nach Eisenach. Als leidenschaftliche Urbexerin schaue ich mir das Gebäude natürlich genauer an (urbexsneeker.de), bevor ich mich wieder zurück in den Thüringer Wald auf den Rückweg mache. Dabei laufe ich ein Stück über den bekannten “Rennsteig”, dem längsten Kamm-Wanderweg in Thüringen, um dann wieder hinunter durch den Wald bei den Knöpfelssteichen zu landen. Dort bin ich dann nicht wieder den Außenbogen über die Sängerwiese gegangen, da es schon dämmrig wurde und es doch recht stark bergauf geht. Der Rückweg ist gut ausgeschildert und man landet am Parkplatz Mariental, wo parallel zur Straße ein Waldweg bis Eisenach führt. Die Strecke zog sich allerdings ein bisschen lang wie Kaugummi, auch die Straßengeräusche waren gerade nach den schön stillen Naturwegen etwas störend. Aber ich war zugegeben schon etwas schlapp, da darf der Weg ruhig mal ebenerdig sein…

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