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Wanderung zur Stecklenburg und Hexenlinde an der Lauenburg

Dieser Rundwanderweg im Harz führt von Stecklenberg zu den zwei Burgruinen Stecklenburg und Lauenburg mit Hexenlinde und durch das schöne Wurmbachtal zurück

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Strecke:

rund 9,4 km

Schwierigkeitsgrad:

mittel

Höhenmeter:

270 m ➚ , 260 m ➘

Das Highlight dieser Rundwanderung ist natürlich die Hexenlinde an der Lauenburg. Der Hexenbaum gehört für mich zu den Naturphänomenen im Harz. Weitere lohnenswerte Sehenwürdigkeiten: die Burgruine Stecklenburg, die Burgruine Lauenburg, einen alten Steinbruch und das wunderschöne Wurmbachtal. Dazu gibt es schöne Aussichten und spannende bunte Pflanzen.

Dieser Rundwanderweg ist nicht ganz leicht, wobei der anstrengende Abschnitt nur im ersten Viertel zu überwinden ist. Der schmale Pfad zur Burgruine Stecklenburg geht wirklich sehr steil hoch. Das Stück zur Hexenlinde an der Burgruine Lauenburg führt durch einen Kessel, bei dem die Stufen ebenfalls ziemlich steil hinab und hinauf zu bewältigen sind.

Meine Tour: https://www.komoot.com/de-de/tour/2339390124

Was diese Wandertour so besonders macht

Ich wollte sie unbedingt mit eigenen Augen sehen: die Hexenlinde bei der Lauenburg. Ich liebe Bäume, und diese – manchmal auch als Hexenbaum bezeichnete – Linde ist wirklich spektakulär! Zum Glück konnte ich ganz in Ruhe an einem Wochentag wandern gehen, sodass ich kein Generve mit „Ich-will-mich-auf-Insta-wichtig-machen“-Möchtegern-Influencern hatte. Schon bei meiner Recherche zum besten Rundwanderweg bei Stecklenberg konnte ich anhand einiger Bilder sehen, dass diese Wandertour neben der Hexenlinde noch viele weitere tolle Sehenswürdigkeiten zu bieten hat: die Burgruine Stecklenburg mit herrlicher Aussicht auf das Örtchen Steceklenberg, die Burgruine Lauenburg mit einer grandiosen Aussicht weit über das Land, immer wieder spannende Pflanzen wie das Echte Johanniskraut oder der pinke Fingerhut, einen alten Steinbruch und vor allem das wunderschöne Wurmbachtal entlang des Wurmbachs. Also habe ich den ganzen Nachmittag eingeplant, um mir alles in Ruhe ansehen und überall entspannt verweilen zu können.

Der Aufstieg zur Burgruine Stecklenburg war ziemlich knackig, zumal der Pfad sehr schmal und sandig ist und man sich nirgends festhalten kann. Hier war ich froh, meine Wanderstöcke zu haben! Die Aussicht hat mich aber dafür ein wenig entlohnt. Von der Stecklenburg sind leider nur noch ein paar Mauerreste übrig. Von einer Burgruine zu sprechen, finde ich von daher etwas übertrieben. Ähnlich verhält es sich mit der Lauenburg, in die ein Aussichtsturm aus Stahlgerüst integriert wurde. Ich bin an diese Wanderung aber auch nicht mit der Erwartung herangegangen, umfangreiche historische Objekte zu entdecken. Vielmehr macht die Summe aller Sehenswürdigkeiten diese Rundwanderung interessant und lohnenswert, wie ich finde. Immer wieder gibt es etwas zu entdecken, auch wenn es nur kleine Dinge sind. Selbst die – nochmal steilen – Treppen zur Lauenburg und damit zur Hexenlinde, sind ein kleines Abenteuer, da sie tief in den Waldkessel führen und die Szenerie irgendwie aufregend und verwunschen wirkt. Absolut märchenhaft ist das Highlight: die Hexenlinde! Ihre Wurzen sind ein einzigartiges Geflecht, bei dem ich mich gefragt habe, wie sie es geschafft hat, fast genau mittig über dem Gang zu wachsen. Unglaublich!

Bevor es weiter ins schöne Wurmbachtal und seinem Wurmbach geht, kann man entspannt auf geraden, sehr gut ausgebauten Forstwegen laufen, was ich nach dem bisherigen steilen auf und ab als kleine Erholungsphase empfunden habe. Hier habe ich das erste Mal Echtes Johanniskraut gesehen, ohne es in dem Moment zu wissen. Was mich am Wanderweg durch das Wurmbachtal so begeistert hat ist, dass man auf der einen Seite des Weges diese tollen Felswänden mitten im dichten Grün hat, und auf der anderen Seite plätschert der Wurmbach in seinem schmalen, steinigen Bett ins Tal. Die schlanken hohen Bäume am Wegesrand des Gebirgstals verleihen dem Wanderweg einen Hauch von Allee. Abschließend habe ich mehr oder weniger durch Zufall das Femegericht im dichten Unterholz entdeckt. Der alte Steinbruch sah für mich aus wie ein kleiner Felshügel oder ein riesiger Haufen wild aufeinander gestapelter Felsbrocken – bis ich das gelbe Info-Schild entdeckte. Das letzte Stück dieser Rundwanderung verläuft auf weichem Waldboden zurück nach Stecklenberg und lässt diese Wandertour ruhig ausklingen.