Der Rundwanderweg von Treseburg über Altenbrak hinauf nach Todtenrode und seinem außergewöhnlichen Gasthaus bietet gleich mehrere Highlights
Diese Wanderung von Treseburg nach Todtenrode im Harz bietet nicht nur den idyllischen Waldweg entlang der Bode bei Treseburg, sondern auch beeindruckende Panorama-Ausblicke vom Aussichtspunkt Wilhelmsblick. Ein wirklich außergewöhnliches Highlight ist das Gasthaus „Zum Alten Forsthaus Todtenrode“ in Todterode, das mit selbstgebackenem Kuchen auch zur Pause und Einkehr einlädt.

| Strecke: | rund 11,6 km |
| Schwierigkeit: | mittelschwer |
| Höhenmeter: | 240 m ➚ , 220 m ➘ |
Der Rundwanderweg von rund 10 km ist streckenweise recht steil und benötigt festes Schuhwerk. Das betrifft den Aufstieg hinter Altenbrak und besonders den Abstieg parallel zur Bundesstraße. Ebenso steigungsintensiv sind die schier endlosen Stufen hinauf zum Wilhelmsblick. Hier ist eine gute Kondition erforderlich.
Zugegeben hatte ich mir diese Harzer Wanderung von Treseburg nach Todtenrode über den Wilhelmsblick zurück etwas leichter vorstellst. Aber das kann man vorher oft schwer einschätzen. Dennoch ist es eine großartige Wandertour im Harz.
Unser Startpunkt in Treseburg ist gleich das erste Highlight dieser Wanderroute. Das niedliche Fachwerk-Örtchen liegt verträumt und fast schon ein bisschen versteckt tief im Bodetal vom Harz. Der Ort ist sehr klein, aber fein. Die Häuser direkt am Ufer der Bode wirken in meinen Augen wie in einem Märchen. Gleich dahinter führt der schmale Wanderweg neben moosbewachsenen Felswänden entlang, während tief unter einem die Bode dahin rauscht. Bei den darauffolgenden weiten Feldern vor Altenbrak kann man das Auge über schöne Farbflächen bis zum Horizont schweifen lassen. Wir hatten Glück, zwischen ein paar Bäumen kurz von Altenbrak nicht nur Schafe, sondern auch einen Ziegenbock zu sehen. Wir vermuten, dass es sich konkret um eine sog. „Harzer Ziege“ mit typisch kurzem rehbraunen Fell handelt. Altenbrak mit seinen Fackwerkhäusern selbst ist ähnlich wie Treseburg sehr klein. Bis hierher war noch alles leicht und entspannt.
Dann kommt der Aufstieg nach Todtenrode. Auf sehr steinigem Weg geht es sehr lange steil bergauf, vorbei am „Bösen Kleef“ und wird erst ungefähr beim Ludolfstein wieder ebenerdiger. Hier kann man das letzte Wegesstück bis zum nächsten Highlight – dem „Alten Forsthaus Todtenrode“ – verschnaufen. Das alte Gasthaus ist wirklich sehenswert. Das ganze Gebäude ist so gestaltet, dass es aussieht, asl sei es aus alten Baumstämmen gebaut. Auch das Interieur wirkt wie aus Bäumen geschnitzt. Ringsherum stehen Fantasiefiguren aus Holz, die der Szenerie eine märchenhafte Kulisse geben. Wir haben vom selbstgemachten Kuchen* probiert und waren von den großen und lecken Stücken glücklich gesättigt (*KEINE bezahlte Werbung). Der große Garten bietet ausreichend Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen, bervor es zurück nach Treseburg geht.
Der Abstiegspfad auf dem Rückweg war nicht leicht zu finden, da er sehr versteckt vom breiten Weg abzweigt und die Ausschilderung noch versteckter ein paar Meter davor auf der anderen Wegesseite mitten im hohen Gras steht. Dieser Pfad ist der Abschnitt der Wandertour, den ich nicht gerade toll fand: eigentlich ist es nur ein wirklich sehr schmaler Trampelpfad, der – komplett mit großen Steinen und teils dicken Wurzen bedeckt – mächtig steil den Hang hinab führt. Das ist einfach nur anstrengend und machte uns keinen Spaß! Ich habe mir dabei auch kräftig den großen Zeh gestoßen! Endlich an der Landstraße angekommen, folgte das umgekehrte Extrem – aber auch das letzte Highlight dieser Harzer Wanderung: durch den Tunnel und dann auf Treppen geht es wieder steil hinauf zur Wilhlemshöhe. Da kann man schon aus der Puste kommen. Oben am Wilhelmsblick wurden wir allerdings mit prachtvollem Panorama belohnt! Der Blick rundum in den dichten Harz ist wunderschön! Somit war unser Fazit der Wanderung Treseburg – Todtenrode – Wilhelmsblick: eine abwechslungsreiche, sehr schöne, aber auch teilweise nervig anstrengene Tour.

















