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Sicher und komfortabel auf Wandertour: Die ultimative Ausrüstung für dein Outdoor-Abenteuer

Was Du beim Wandern dabei haben solltest – Tipps zum Packen Deines Rucksacks

Wandern ist mehr als nur Spazieren gehen – das Eintauchen in die Natur ist eine wohtuende Auszeit vom Alltag und Balsam für die Seele. Dabei spielt es weniger eine Rolle, ob man im Wald, im Gebirge oder um eine Seenlandschaft wandert. Bei einer Wanderung in der Natur kann man wunderbar abschalten und die Farben, Gerüche und Geräusche wirken entspannend. Doch damit man die Wandertour auch genießen kann, ohne dass sie mit Blasen an den Füßen oder vorzeitig mit einer leeren Trinkflasche endet, ist die richtige Vorbereitung entscheidend. Hier erfährst du, was in deinen Rucksack nicht fehlen sollte und worauf du bei Deiner Wanderausrüstung achten solltest.

Es gibt drei Basisbestandteile einer sicheren und entspannten Wanderung:

  • Wanderschuhe
  • Nahrung (ganz wichtig: zu Trinken)
  • Wanderkarte

Die weitere Ausrüstung zum Wandern entscheidet über den Spaß am Wandern:

  • Wanderrucksack
  • Wanderstöcke
  • wichtiges Zusatz-Equipment

Die richtigen Wanderschuhe

Deine Füße tragen dich kilometerweit, oft auch über unwegsames Gelände mit Wurzeln und Geröll oder steile Pfade mit glattem Gestein hinauf. Da können auch Füße ermüden oder schlimmstenfalls scmerzen. Deshalb ist ein gutes Schuhwerk der wichtigste Teil deiner Ausrüstung.

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  • Stabilität & Schaft: Ein mittelhoher bis hoher Schaft schützt vor dem Umknicken – besonders wichtig, wenn die Pfade uneben werden. In der Wanderschuh-Kategorisierung entspricht dies meist der Kategorie B (leichte Trekkingtouren).
  • Sohlenprofil: Achte auf eine griffige Gummisohle mit tiefem Profil. Die Abstände zwischen den Stollen sollten groß genug sein, damit sich Schlamm und Steine beim Gehen von selbst lösen. Eine steifere Zwischensohle bietet zudem mehr Halt auf kleinen Tritten.

Energie und Hydrierung

Auch wenn es dir vielleicht nicht so vorkommt, aber beim Wandern muss dein Körper viel arbeiten: er schwitzt, verliert also viel Flüssigkeit und verbrennt ganz schön ordentlich Kalorien.

  • Trinken: Plane mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder isotonische Getränke ein.
  • Snacks: Vermeide reine Zuckerbomben. Besser sind Nüsse, Vollkornriegel, Äpfel oder Bananen. Diese liefern langkettige Kohlenhydrate und halten deinen Blutzuckerspiegel stabil, statt für ein kurzes Hoch mit anschließendem Leistungstief zu sorgen. Bei Tagestouren kann ich eine belegte Stulle empfehlen, die sättigt und länger vorhält. Ohne Kraft keine Wandertour.

Zusatz-Tipp: Ich nehme immer ein paar Servietten/Papiertücher mit, um meine Hände von Essensresten zu säubern, bevor ich wieder mein Handy / die Kamera in die Hand nehme. Außerdem hat es sich für mich bewährt, ein paar Blätter Toilettenpapier (biologisch abbaubar) „am Mann“ zu haben, falls ich unterwegs mal etwas Flüssigkeit auslassen „muss“.

Tragekomfort: Rucksack oder Fotorucksack?

Die Wahl des Rucksacks richtet sich primär danach, wie lange man unterwegs ist und ob man „nur“ eine Rundwanderung macht oder speziell zum Fotografieren in die Natur geht – oder beides. Bei einer Halbtagestour reicht ein kleiner, aber stabiler Rucksack mit breiten Trageriemen. Dünne Riemen schnüren schnell schmerzhaft in die Schultern ein.

wanderrucksack

Für eine Tagestour und bei Bergwanderungen empfielt sich ein Wanderrucksack (20–30 Liter) mit einen Hüftgurt, um das Gewicht von den Schultern auf das Becken zu verlagern. Ebenfalls von Vorteil sind Klettstreifen, mit denen man Wanderstöcke bei Nichtgebrauch befestigen kann. Um eine Regenjacke oder ähnliches schnell greifbar zu haben, gibt es die sog. „Spinne“ – Stretchbänder, die über Kreuz vorn am Rucksack befestigt sind, sodass man schnell ein Kleidungsstück darunter schieben kann, ohne es zu verlieren. Extrem praktisch! Diese Gummibänder kann man sich in einem Outdoor-Laden auch nachträglich anbringen lassen.

  • Tipp für Hobbyfotografen: Spezielle Fotorucksäcke verfügen nicht nur über einen Hüftgurt, sondern auch über gepolsterte Fächer für die Kamera und Objektive. Oft gibt es einen seitlichen Schnellzugriff, damit man den Rucksack nicht komplett absetzen muss.

Stabilität und Unterstützung: Wanderstöcke

  • Wanderstöcke: Auf langen Strecken mit unwegsamen Gelände helfen sie, Stabilität beim Gehen zu halten.
wanderstöcke wandern

Wenn man seine Bewegung beim Wandern permanent ausgleichen muss, kann das ohne Wanderstöcke schnell anstrengend werden. Zusätzlich entlasten Wanderstöcke die Knie und Gelenke beim Abstieg um bis zu 25 %. Auch bergauf kann man sich sehr gut an ihnen festhalten und „hochziehen“. Teleskopstöcke sind ideal, da du sie am Rucksack verstauen kannst, wenn sie nicht gebraucht werden.

Schutz gegen die Elemente

Selbst wenn man im Wald wandert, kann es Abschnitte der Tour geben, wo man unter freiem Himmel läuft. Die Sonne ist auch bei bewölktem Himmel nicht zu unterschätzen!

  • Basecap: Schützt Gesicht und Kopfhaut vor direkter Strahlung und man kann besser sehen, wenn die Sonne nicht blendet.
  • Sonnenschutz: Eine kleine Tube Sonnencreme (LSF 30+) für Nase, Nacken und Ohren erspart Sonnebrand.
  • Regenschutz: ein kleines Regencape nimmt wenig Platz ein und macht den Rucksack nicht schwerer

Sicherheit und Hygiene: Das kleine Hilfsset

In jedes Gepäck gehört ein Basis-Notfallset:

  • Taschenlampe / Stirnlampe: Falls es dunkel ist, bevor man mit der Wanderung fertig ist (auch ich habe mich schonmal mit der Zeit verschätzt)
  • Blasenpflaster: Retten die Wanderung, sobald die Ferse anfängt zu reiben.
  • Desinfektionsmittel & Pflaster: Für kleine Schrammen oder Schnitte.
  • Desinfektionstücher / Papiertücher: Bei größeren Wunden sollten nach dem Desinfizieren Schmutz und andere Partikel aus der Wunde entfernt werden, bevor das Pflaster darauf kommt
  • Mullbinde: Falls man sich ein Gelenk verstaucht hat, kann man es mit einer festen Bandage fixieren und stabilisieren

Digitaler Guide: Die richtige Wander-App

Vergiss veraltete Papierkarten. Apps wie zum Beipiel komoot oder Outdooractive sind dank Live-Navigation und Offline-Karten unschlagbar. Sie zeigen dir nicht nur die komplette Route, sondern jederzeit punktgenau deine Position an. Wenn du vom Weg abkommst, siehst du es sofort (zumindest fast: ich habe die Erfahrung gemacht, dass es eine leichte Verzögerung geben kann, wenn der Empfang schlecht ist).

Wichtiger Zusatz-Tipp: Packe eine kleine Powerbank ein! GPS-Tracking zieht extrem viel Akku, und im Notfall ist ein funktionierendes Smartphone lebenswichtig.

(Meine Links zu den o.gen. Wander-Apps sind KEINE bezahlte Werbung!)

Spezielles für Naturerlebnisse

  • Fernglas: Für Naturbeobachtungen ist ein kompaktes Fernglas perfekt. Es ist leicht und ermöglicht es dir, Wildtiere oder Vögel aus der Ferne zu beobachten, ohne sie zu stören.
  • Kompass: für Abenteuer in Regionen ohne Handy-Empfang kann ein Kompass gute Orientierungshilfe leisten