Bei dieser wirklich wunderschönen Wanderung von Börnecke im Vorharz Nähe Blankenburg sind nicht nur die Streuobstwiesen im Frühjahr traumhaft, auch die Wiesen mit Adonisröschen sind ein tolles Highlight.

Diese schöne Rundwanderung macht man am besten im Frühjahr, wenn die Streuobstwiesen bühen. Wir waren ein kleines bisschen zu spät dran, denn die Obstbäume wurden schon grün und hatten überwiegend ihre Fruchtbüten verloren. Dennoch hat es sich gelohnt, denn die Streuobstwiesen sind nicht das einzige Highlight. Wenn man von Börnecke aus startend den Betonweg bis zu den Streuobstwiesen hoch geht und am Schusterberg rechts einen schmalen Weg hoch geht, kommt man nach kurzer Zeit zu einem Hang mit Adonisröschen. Ich wusste gar nicht, dass es hier auch welche gibt, denn wir hatten extra mal eine Wanderung zu den Adonisröschen bei Hoppenstedt Nähe Hornburg gemacht. Es war für uns eine positive Überraschung, zumal an diesem Hang (für mein Empfinden) mehr Adonisröschen zu sehen waren. Der leicht versteckte und nicht sofort erkennbare Weg ist allerdings tatsächlich schlecht zu finden, da das Schild zu der Adonisröschen-Wiese genau an dem Punkt irreführend geradeaus zeigt.
Auf der gegenüberliegenden Seite führt der Wanderweg dann entlang des Tönnigsbergs durch die Streuobstwiesen mit herrlich alten und knöchernen Obstbäumen, die teilweise schon vertrocknet und abgestorben aussehen, aber das mag täuschen. Was mir auch sehr gefallen hat, sind die herrlichen Aussichten, die man auf dem gesamten Rundwanderweg immer wieder hat. Die Wege sind durchweg gut begehbar und ohne nennenswerte Steigung, bis auf den Teil, wo es den Tönnigsberg hinauf geht. Das ist dann ein steiler, aber nicht allzu langer Anstieg. Auf dem Kiesweg haben wir eine Blindschleiche entdeckt, die man ja eigentlich selten zu Gesicht bekommt. Sie stellte sich auch eine Zeit lang tot, bis es ihr in der prallen Sonne wohl zu heiß wurde. Ja, das ist auf diesem Rundwanderweg zu bedenken: man läuft überwiegend in der Sonne, nur der Abschnitt durch den Wald des Tönnigsberg bietet Schatten. Auf dem Rückweg nach Börnecke geht es wieder einen schönen Weg entland von Streuobstbäume.
In Börnecke selbst kann man noch einen Schlenker zur Schwefelquelle machen. Ich hatte erwartet, dass es auch nach Schwefel riecht, aber dem ist nicht so. Börnecke selbst ein ein kleines, verschlafenes Örtchen, dass sicherlich niedliche Häuschen hat, aber nicht wirklich etwas Sehenswertes.



































