Ayutthaya

Thailand’s ehemalige Hauptstadt

Anreise nach Ayutthaya

Von Bangkok aus kommt man sehr einfach per Minibus bzw Minivan vom Bus-Terminal 2 (Southern Bus Terminal) zu günstigem Preis innerhalb ca 1Std (je nach Verkehrslage) nach Ayutthaya. Man nimmt die BTS bis Station Mo Chit, geht beim Exit 3 hinaus, muss ein paar Meter weiter an der Hauptstraße über die Fußgänger-Überführungsbrücke (anders läßt sich die Hauptstraße nicht überqueren), und sieht dann schon linkerhand das leuchtende Orange der Ticket-Schalter. Umgekehrt starten die Minivans von Ayutthaya nach Bangkok von der Haltestelle für Busse und Minivans an der Hauptstrasse Naresuan Rd. und fahren bis Bangkok Southern Bus Terminal oder Victory Monumet. Die Abfahrts-Zeiten kann man dort erfragen.

Die Stadt Ayutthaya

Die historisch geprägte Stadt Ayutthaya war 1300-1767 n.Chr. die Hauptstadt des Königreichs Siam, wie Thailand zu der Zeit hieß. Ihre Blütezeit war im 17.Jhd und zeichnete sich durch prachtvolle Tempel und Paläste sowie erfolgreichen internationalen Handel und damit eine vielfältige, internationale Bevölkerung und eine feste Position durch Militärstärke aus. Auf der damaligen Gesamtfläche des Stadtgebietes zählte man 375 Tempel, 94 Tore und 29 Festungen, die schließlich von birmanischen Truppen zu Ruinen zertrümmert wurden. Die verbliebenen Bauten sind dennoch beeindruckend und absolut sehenswert, architektonisch einmalig und haben ihre Anziehungskraft beibehalten. Faszinierende Details wie z.B der in den Wurzeln eines Feigenbaums eingewachsene Buddhakopf machen die Besichtigung der Tempel im Altstadtbereich zu einem Highlight jedes Thailand-Aufenthalts. Um den doch recht weitläufigen Altstadtbereich mit seinen ca 15 interessantesten Tempeln zu erkunden, lohnt es sich, ein Fahrrad zu mieten. Viele Unterkünfte bieten einen Verleih an. Neben den Tempelbesichtigungen kann man auch eine Flussfahrt machen, da der historische Altstadtkern eingebettet ist in die Flüsse Maenam Chao Phraya und Maenam Passak. Um alles in Ruhe sehen zu können, sind drei Tage empfehlenswert. Die Umgebung von Ayutthaya bietet allerdings auch noch interessante Sehenswürdigkeiten, sodass man sich auch bei 5-6 Übernachtungen nicht langweilt.

Sehenswürdigkeiten in und um Ayutthaya

  1. die 6 besten Tempel im historischen Altstadt-Kern
  2. Flussfahrt mit Besichtigung von drei Tempeln (Wat Phanang Choeng, Wat Phutthai Sawan, Wat Chai Wattanaram) bei Abendlicht
  3. weniger schön: das Elephant Camp
  4. Umgebung: der Sommerpalast in Bang Pa-In und das Wat Niwet Thammapravat

Old Town Ayutthaya

Tempel Wat Phra Ram

Tempel Wat Phra Mongkhon Bophit

Wat Thammikarat

Wat Ratchaburana

Wat Maha That

Wat Phra Si Sanphet

Flussfahrt mit Tempel

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Elephant Camp

Als leider negatives Sightseeing sehe ich eindeutig das Elephant Camp am nordöstlichen Stadtrand von Ayutthaya. Die Elefanten stehen hier kurz angekettet auf drögem, matschigen Boden. Nur die ganz jungen, wenige Wochen alte Tiere dürfen sich frei bewegen. Wenn die Betreiber des Camps dann Gurken oder ähnliches Futter auf sehr unliebsame und gleichgültige Weise einfach mit dem Eimer irgendwo reinschmeißen, haben schon die erwachsenen Tiere teilweise Schwierigkeiten, das Futter mit dem Rüssel zu greifen. Die Jungtiere aber haben wenig Chance, an die Leckereien heranzukommen, wenn die Gurken auf der anderen Seite ihres Bereiches zersplittert gelandet sind. Verzweifelt versuchen sie, durch die Absperrung zu kommen, oder letztendlich eine Gurke wenigstens aus dem Maul ihrer Mutter zu erhaschen, was ihnen meist nicht gelingt. Ich habe selten eine so lieblose, unfreundliche, und erbärmliche Tierhaltung gesehen! Besucher dürfen sich für 50 Baht einen Eimer Bananen kaufen und einige Tiere damit per Hand füttern. Wenn man dann allerdings ein Banane oder eine Gurke, die für ein Tier zu weit entfernt liegt, nachreichen will, wird man krass angekeift, gar angegiftet! Schrecklich! Fotografieren ist auch nur erlaubt, wenn man einen Eimer Bananen kauft! Ich habe versucht, in einem unbebachteten Moment den Jungtieren ein paar Gürkchen gezielt zuzuwerfen, man hat mich wohl aber gesehen und ich wurde sofort angemacht! Für mich alles zusammen genug Gründe, dieses Camp nicht weiter durch Besuche zu unterstützen!!

Sommerpalast in Bang Pa-In

Man fährt ungefähr eine halbe Stunde per Zug von Ayutthaya nach Bang Pa-In, muss dann aber nochmal ca 45 Minuten zu Fuß laufen. Für mich war es bei der Ankunft nicht gleich ersichtlich, wo ich lang muss, da es keine Hinweisschilder gibt. Die Wegbeschreibung: kommt man aus dem kleinen Bahnhof, überquert man linkerhand an der Ampel die Hauptstraße und folgt der Stichstraße, soweit die Füße tragen. Die Straße macht mehrere Biegungen, unterwegs kommt man an einer Mönchsschule vorbei, die auch schon wie eine Tempelanlage aussieht. Irgendwann nach ca 30 Minuten macht die Straße eine Rechtskurve, man läuft dann quasi hinter der Palastmauer entland, bis zum Eingang. Ein anderer Weg soll auch per Boot auf dem Fluss möglich sein, ich habe es allerdings nicht selbst probiert.

Der im 17.Jahrhundert von König Prasat Thong gebaute Palast ist auf der Insel Bang Pa-In Island im Chao Phraya Fluß errichtet. Der Palast-Bereich ist erstmal aufgeteilt in einen öffentlich zugänglichen Außenbereich mit mehreren Gebäuden, und dem inneren, nur für die Königsfamilie gedachten Bereich. Die zugänglichen Außen-Gebäude sind: Phra Thinang Aisawan Thiphya-Art (Pavillion im Thai-Style, gebaut 1876 als kleine Kopie des Wat Phra Thinang Aphonphimok Prasat im Königspalast von Bangkok), Phra Thinang Warophat Phiman (neo-klassizistisches Gebäude als Residenz und Thronhalle), Saphakhan Ratchaprayun (Versammlungshalle für königliche Verwandte), Ho Hem Monthian Thewarat (kleiner Stein-Schrein, baulich im Stil eines Khmer-Tempel). Das Gelände bietet mehr als nur den eigentlichen Palast. Das schöne Tor Devaraj-Kunlai erinnert an französische Bauten. Der Turm Ho Withun Thasana ist bis oben hin besteigbar und bietet einen schönen Überblick. Das Phra Thinang Wehart Chamrun ist ein Haus im chinesischen Baustil mit einen Thron ebenfalls im chinesischen Stil. Rund um den inneren Palast-Bereich stehen noch einige Wohnhäuser aus Holz im amerikanischen Western-Style.

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